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Bilanzkreis

Synonym(e):
BKV, Balance Group

tl;dr

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiekonto; der Bilanzkreisverantwortliche (BKV) plant und meldet Mengen und trägt die Kosten bei Abweichungen.

Definition & Kontext

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiekonto im Strommarkt. Darin werden geplante Einspeisungen und Entnahmen (Verbrauch) bilanziell zusammengeführt. Ziel ist, dass sich beide Seiten über die Zeit möglichst ausgleichen.

Für jeden Bilanzkreis gibt es einen Bilanzkreisverantwortlichen (BKV). Das kann ein Energieversorger, Händler oder Direktvermarkter sein – oder ein spezialisierter Dienstleister, der die Bilanzkreisführung für Kunden übernimmt (z. B. neustrom – powered by Frequenz, wenn vertraglich so geregelt). Der BKV meldet Fahrpläne und steuert den Bilanzkreis so, dass Abweichungen klein bleiben.

Wenn die tatsächlichen Mengen vom Plan abweichen, entstehen Bilanzkreisabweichungen. Dafür fallen Kosten für Ausgleichsenergie an, die durch den Übertragungsnetzbetreiber abgerechnet werden.Flexibilität ist ein Hebel, um Bilanzkreise näher am Plan zu führen, Prognosefehler abzufedern und damit Risiken und Kosten aus Abweichungen zu reduzieren.

Beispiel: Ein Werk hat neustrom als BKV; neustrom meldet Fahrpläne und trägt die Verantwortung für Bilanzkreisabweichungen..

Bezug zu verwandten Themen

  • Ausgleichsenergie: entsteht aus Bilanzkreisabweichungen und verursacht Kosten.
  • Fahrplan: Planwerte, die der BKV an den ÜNB (Übertragungsnetzbetreiber) meldet.
  • ÜNB: überwacht Bilanzkreise und rechnet Ausgleichsenergie ab.