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Energie­messgerät

Synonym(e):
Power Meter · Leistungsmessgerät · Submeter · Power Analyzer

tl;dr

Ein Energiemessgerät misst elektrische Größen wie Leistung und Energie am Netzanschluss oder an Unterverteilungen und liefert Daten für Monitoring und Optimierung.

Definition & Kontext

Ein Energiemessgerät ist ein industrielles Messgerät, das elektrische Größen wie Spannung, Strom, Leistung, Energie und oft auch Leistungsfaktor erfasst. Es wird am Netzanschlusspunkt, in Unterverteilungen oder direkt an Maschinen installiert. Ziel ist, Verbrauch und Erzeugung sichtbar zu machen und Optimierung zu ermöglichen, zum Beispiel Lastmanagement, Peak Shaving oder Eigenverbrauch.

Viele Energiemessgeräte liefern Messwerte in kurzen Zeitabständen und können zusätzlich Power Quality erfassen, also die Qualität der Netzspannung (z. B. Oberschwingungen oder kurze Ereignisse). In industriellen Setups werden auch hochauflösende Energiemessgeräte eingesetzt. neustrom – powered by Frequenz nutzt zum Beispiel Geräte mit 20 Kilohertz (kHz) Abtastrate, um sehr feingranulare Messdaten für Analyse und Regelung zu erfassen. Das entspricht bis zu 20.000 Messwerten pro Sekunde je Messkanal.Solche Daten helfen vor allem bei der Analyse und bei der präzisen Regelung von Anlagen. Energiemessgeräte werden typischerweise über industrielle Schnittstellen in Energiemanagementsysteme eingebunden. Ohne belastbare Messung ist Flexibilität nicht nachweisbar; Energiemessgeräte liefern die Datenbasis, um Flex-Effekte (Peak Shaving, Lastverschiebung) zu quantifizieren und abzurechnen.

Wichtig: Ein Energiemessgerät ist nicht automatisch ein „Smart Meter“ im regulatorischen Sinn. Für Marktkommunikation und Abrechnung gelten in Deutschland oft eigene Vorgaben und Systemkomponenten.Beispiel: Ein Werk misst mit Energiemessgeräten die Leistung an mehreren Abgängen und erkennt, welche Prozesse die Lastspitzen verursachen.

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