Net Metering
Definition & Kontext
Net Metering (oft Net Energy Metering, NEM) ist ein Abrechnungsmodell für Stromkunden mit eigener Erzeugung, zum Beispiel Photovoltaik. Strom, der ins Netz eingespeist wird, wird als Gutschrift erfasst und kann später mit dem Strombezug verrechnet werden. Praktisch wirkt das wie ein „virtuelles Stromkonto". Wie lange Gutschriften gelten und zu welchem Wert sie angerechnet werden, hängt vom jeweiligen Regelwerk ab.
Wichtig für Deutschland: Klassisches Net Metering als 1:1-Verrechnung über längere Zeiträume ist hier nicht das übliche Standardmodell. In Deutschland dominieren Einspeisevergütung (EEG) und Eigenverbrauchsoptimierung. Net Metering ist vor allem in anderen Ländern (z. B. USA, Teile Europas) verbreitet.
Beispiel: Eine Anlage speist mittags Überschuss ein und nutzt die Gutschrift, um abends Strom aus dem Netz günstiger oder „neutral" zu beziehen (je nach Regelung).
Bezug zu verwandten Themen
- PV-Eigenverbrauch: Net-Metering ist eine Alternative/Ergänzung, wenn Überschüsse nicht nur vergütet, sondern verrechnet werden.
- Batteriespeicher: Speicher reduziert Überschüsse ins Netz und damit die Bedeutung von Net-Metering.
- Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): In Deutschland sind Einspeisevergütung/Marktprämie die gängigen Mechanismen statt Net-Metering.