Einspeisemanagement
Definition & Kontext
Einspeisemanagement bezeichnet Maßnahmen, bei denen ein Netzbetreiber die Einspeisung von Erzeugungsanlagen vorübergehend reduziert, um lokale Netzengpässe zu vermeiden und den sicheren Netzbetrieb zu gewährleisten. Betroffen sind häufig Anlagen mit erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder Wind.
In Deutschland sind Entschädigungen für solche Eingriffe in vielen Fällen gesetzlich geregelt, unter anderem im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Je nach Regelwerk und Anlagenart wird der wirtschaftliche Nachteil ganz oder teilweise ausgeglichen.
Heute wird Engpassmanagement zunehmend systematischer umgesetzt (z. B. über Redispatch 2.0). Der Begriff Einspeisemanagement wird aber weiterhin genutzt, wenn es um die grundsätzliche Abregelung von Einspeisung bei Netzengpässen geht.Flexibilität hinter dem Netzanschluss (z. B. Batteriespeicher) kann eine Abregelung teilweise vermeiden, indem Überschüsse aufgenommen und später genutzt oder vermarktet werden.Beispiel: An einem sonnigen Tag wird eine PV-Anlage in einem Netzgebiet zeitweise gedrosselt, weil das Netz sonst überlastet wäre.
Bezug zu verwandten Themen
- Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): regelt oft Entschädigungslogik für abgeregelte EE-Anlagen.
- Redispatch 2.0: modernere, systematischere Form des Engpassmanagements.
- Netzanschluss: Engpässe entstehen häufig in Netzbereichen rund um Anschlusspunkte.
- Ausfallvergütung: Begriff für Entschädigung bei Abregelung (je nach Regelwerk).