KI-Controller
Definition & Kontext
Ein KI-Controller (Künstliche-Intelligenz-Controller) ist ein Steuerungssystem, das Energieflüsse automatisch optimiert. In der Praxis bedeutet KI hier: KI-beschleunigte Optimierung mit Machine-Learning-Modellen (ML) für Prognosen (z. B. Erzeugung oder Last) und mit festen Regeln und technischen Grenzen für den sicheren Betrieb. Entscheidungen werden also nicht „frei erfunden“, sondern innerhalb definierter Restriktionen getroffen.
Ein KI-Controller verarbeitet Daten wie Erzeugung, Verbrauch, Speicherzustände, Preise und Prognosen. Die Daten und Steuerbefehle kommen meist über APIs (Application Programming Interfaces): standardisierte Schnittstellen, über die der Controller Messwerte empfängt und Anlagen oder Marktsysteme ansteuert. Daraus leitet er Steuerbefehle ab, zum Beispiel wann ein Batteriespeicher laden oder entladen soll, ob Lasten verschoben werden können oder ob Strom vermarktet wird. Flexibilität wird erst skalierbar, wenn sie automatisiert und in Echtzeit gesteuert wird; ein KI-Controller übersetzt Preis-, Wetter- und Netzsignale in konkrete Fahrweisen.Solche Controller laufen in der Regel an den Anlagen (Edge) auf Industrie-Computern, damit sie schnell reagieren können und auch bei schlechter Verbindung stabil arbeiten.
Beispiel: Ein KI-Controller nutzt ML-Prognosen und feste Betriebsgrenzen, um einen Batteriespeicher so zu fahren, dass Lastspitzen sinken und gleichzeitig günstige Preise genutzt werden.
Bezug zu verwandten Themen
- Batteriespeicher: häufige Anwendung; optimiert Lade-/Entladefahrpläne innerhalb technischer Grenzen.
- Intraday-Handel: kann auf kurzfristige Preis- und Prognoseänderungen reagieren (wenn Handel angebunden ist).
- Direktvermarktung: unterstützt Entscheidungen, ob Einspeisung, Speicherung oder Vermarktung sinnvoll ist.
- Algo Trading: kann Handelsentscheidungen automatisieren oder die operative Umsetzung davon steuern.
- APIs: verbinden Datenquellen und ermöglichen Steuerbefehle zwischen Systemen und Anlagen.