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Verteilnetz­betreiber (VNB)

Synonym(e):
DSO (Distribution System Operator) · Stromverteilnetzbetreiber

tl;dr

Ein Verteilnetzbetreiber (VNB) betreibt regionale Stromnetze und ist dein zentraler Ansprechpartner für Netzanschluss, Messkonzepte und viele technische/regulatorische Vorgaben.

Definition & Kontext

Ein Verteilnetzbetreiber (VNB) ist für Betrieb, Wartung und Ausbau der regionalen Stromverteilnetze zuständig. Diese Netze sind die „letzte Meile“ zwischen dem überregionalen Netz und den angeschlossenen Kunden. Der VNB sorgt dafür, dass Strom sicher transportiert wird und Anlagen technisch korrekt ins Netz eingebunden sind.

Für Industrie und Prosumern ist der VNB besonders wichtig, weil er viele praktische Themen steuert: Netzanschluss, technische Anschlussregeln, Schutz- und Messkonzepte, Netzverträglichkeit sowie die Umsetzung regulatorischer Vorgaben im Verteilnetz. Je nach Situation setzt der VNB außerdem Maßnahmen zur Engpassvermeidung um, zum Beispiel im Rahmen von Redispatch 2.0 (zusammen mit dem Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)).

Wichtig zur Abgrenzung: Der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) betreibt das Höchstspannungsnetz und verantwortet Systemstabilität im großen Maßstab, während der VNB die regionale Verteilnetzebene betreibt und den Anschluss von Verbrauchern und dezentralen Anlagen organisiert.In Deutschland gibt es über 800 Verteilnetzbetreiber mit jeweils eigenen Netzgebieten. Dadurch unterscheiden sich Netzentgelte regional teils deutlich, weil Kosten und regulatorische Erlösobergrenzen je Netzbetreiber variieren.

Verteilnetzbetreiber (VNB) sind oft der engpassnaheste Akteur; lokale Flexibilität kann Anschlussrestriktionen, Einspeisemanagement und Spannungsprobleme reduzieren.

Beispiel: Ein Werk plant einen Batteriespeicher. Der VNB prüft den Netzanschluss, fordert ein passendes Messkonzept (z. B. von neustrom - powered by Frequenz) und gibt technische Bedingungen für den sicheren Betrieb vor.

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