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Hedging

Synonym(e):
Preisabsicherung · Absicherung (Strompreis) · Hedging (Preisrisiko)

tl;dr

Hedging ist die Absicherung gegen zukünftige Strompreisrisiken, indem Preise oder Preisbestandteile vorab über Termingeschäfte oder Optionen festgelegt werden.

Definition & Kontext

Hedging bedeutet, sich gegen zukünftige Strompreisrisiken abzusichern. Dazu werden Preise oder Preisbestandteile vorab festgelegt, damit Budgets und Kosten besser planbar sind. Typische Instrumente sind Termingeschäfte (z. B. Futures) und Optionen.

Hedging wird von Stromverbrauchern, Erzeugern und Händlern genutzt, um starke Preisschwankungen am Spotmarkt abzufedern. Es senkt das Risiko, dass Strom zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt teuer eingekauft werden muss – oder dass Erlöse unerwartet stark fallen. Hedging ersetzt aber keine gute Prognose und kein Portfoliomanagement: Es reduziert Risiken, kann sie aber nicht komplett ausschalten.Flexibilität erweitert Hedging-Strategien, weil ein Teil des Preisrisikos operativ (durch Last- und Speichersteuerung) statt nur finanziell abgefedert werden kann.

Beispiel: Ein Industriebetrieb sichert einen Teil seines Strombedarfs für das nächste Jahr über den Terminmarkt zu einem festen Preis ab.

Bezug zu verwandten Themen

  • Terminmarkt: dort werden viele Hedging-Instrumente gehandelt oder referenziert.
  • Day-Ahead-Handel: Spotpreise sind wichtige Referenz für Hedging-Entscheidungen.
  • Intraday-Handel: dient zur kurzfristigen Anpassung, obwohl Grundpositionen abgesichert sind.
  • Tranchenbeschaffung: praktische Beschaffungsstrategie, die Preisrisiken durch zeitliche Streuung reduziert.
  • Portfoliomanagement: bündelt Hedging, Beschaffung und Erzeugung zu einer Gesamtstrategie.