Marktstammdatenregister
Definition & Kontext
Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist das zentrale Register der Bundesnetzagentur für Strom- und Gasmarkt in Deutschland. Es erfasst Stammdaten von Anlagen (z. B. Erzeugungsanlagen, Speicher, Verbrauchseinrichtungen) und Marktakteuren (z. B. Anlagenbetreiber, Netzbetreiber, Energielieferanten).
Ziel ist, eine einheitliche und öffentlich zugängliche Datenbasis für energiewirtschaftliche Prozesse zu schaffen. Die Registrierung im MaStR ist für viele Anlagen gesetzlich verpflichtend – etwa für PV-Anlagen, Batteriespeicher, KWK-Anlagen oder Windkraftanlagen.
Wichtig: Ohne MaStR-Registrierung können wichtige Prozesse blockiert sein, etwa die Auszahlung von EEG-Vergütung oder die Teilnahme an Förderprogrammen. Die Meldepflicht gilt auch für kleinere Anlagen.
Beispiel: Ein Betrieb installiert eine 100-kW-PV-Anlage und einen Batteriespeicher. Beide müssen im MaStR registriert werden, damit sie rechtlich korrekt betrieben und gefördert werden können.
Bezug zu verwandten Themen
- Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): EEG-Vergütungen setzen MaStR-Registrierung voraus.
- Batteriespeicher: müssen im MaStR registriert werden.
- Direktvermarktung: Anlagen in Direktvermarktung sind ebenfalls meldepflichtig.