Lastverschiebung
Definition & Kontext
Lastverschiebung bedeutet, Stromverbrauch gezielt zeitlich zu verlagern: weg aus teuren oder netzbelasteten Zeiten hin zu Stunden mit niedrigeren Preisen oder hoher erneuerbarer Erzeugung. Der Gesamtenergieverbrauch bleibt gleich, nur der Zeitpunkt ändert sich.
Lastverschiebung ist ein zentrales Mittel, um Kosten zu senken und Flexibilität nutzbar zu machen. Sie funktioniert aber nur bei Lasten, die einen Zeitpuffer haben, zum Beispiel Ladeprozesse, Pumpen, Kühlung oder bestimmte Produktionsschritte mit Spielraum. Häufig wird Lastverschiebung automatisiert umgesetzt, etwa über ein Energiemanagementsystem oder einen KI-Controller (künstliche-Intelligenz-Controller), der Preise, Prognosen und Betriebsgrenzen berücksichtigt.
Beispiel: Ein Betrieb lädt seine E-Flotte nachts oder mittags bei viel Solarstrom, statt am frühen Abend während hoher Preise.
Bezug zu verwandten Themen
- Lastmanagement: Lastverschiebung ist eine zentrale Maßnahme im Lastmanagement.
- PV-Eigenverbrauch / Eigenverbrauch von Solarstrom: Verbrauch wird in Zeiten hoher PV-Erzeugung gelegt.
- Peak Shaving: Hier ist das Ziel ist die Kappung der Leistungsspitze; Lastverschiebung kann dabei unterstützen, Leistungsspitzen zu vermeiden.
- KI-Controller: automatisiert Lastverschiebung anhand von Preisen, Prognosen und Netzsignalen.
- Spotmarkt: Preisunterschiede zwischen Stunden sind ein wichtiger Auslöser für Lastverschiebung (indirekt oder direkt).