APIs
Definition & Kontext
Eine API (Application Programming Interface) ist eine standardisierte Schnittstelle, über die IT-Systeme Daten austauschen oder Befehle senden können – nach festen Regeln und Formaten, damit beide Seiten sich verstehen.
In der Energiewirtschaft verbinden APIs z. B. Wetter- und Preisdaten, Messsysteme, Energiemanagement, Handelsplattformen und Anlagensteuerungen. So werden Messwerte, Prognosen, Fahrpläne oder Marktpreise automatisch übertragen und weiterverarbeitet – teils in (nahezu) Echtzeit.
Damit sind APIs die technische Voraussetzung, um Flexibilitäten (z. B. Speicher und steuerbare Lasten) automatisiert mit Wetter-, Preis- und Netzsignalen zu steuern und Marktorders auszulösen. Ohne APIs ist eine skalierbare Echtzeit-Flex-Steuerung über viele Standorte praktisch nicht möglich.
Beispiel: Ein Energiemanagementsystem ruft per API Intraday-Preise ab und steuert danach einen Speicher.
Bezug zu verwandten Themen
- Algo Trading: Algorithmen brauchen APIs für Datenfeed und Order-Ausführung.
- KI-Controller: nutzt APIs, um Datenquellen anzubinden und Anlagen zu steuern.
- Smart Meter: Messdaten werden häufig über APIs in Systeme übertragen.
- Bilanzkreis: Fahrpläne/Prognosen/Messwerte werden in Prozessen oft automatisiert ausgetauscht.
- Intraday-Handel: schnelle Schnittstellen sind wichtig für kurzfristige Anpassungen.