Energie-Use-Cases
Definition & Kontext
Energie-Use-Cases sind softwarebasierte Anwendungsfälle, die konkrete Aufgaben im Energiemanagement automatisieren. Sie nutzen Messdaten, Prognosen und technische Grenzen, um Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel wann ein Batteriespeicher lädt oder entlädt, wann Verbraucher verschoben werden oder wann Strom am Markt gekauft oder verkauft wird. Ziel ist es, Stromkosten und Risiken zu senken und den Energieeinsatz im Betrieb zu verbessern.
Typische Energie-Use-Cases sind Peak Shaving (Lastspitzenkappung), PV-Eigenverbrauch, Arbitrage (günstig kaufen, teuer verkaufen) oder gesteuertes Laden von E-Fahrzeugen. In der neustrom-Praxis laufen mehrere Use Cases oft gleichzeitig. Dann ist wichtig, dass das System Zielkonflikte auflöst, zum Beispiel „Speicher für Eigenverbrauch füllen“ versus „Speicher für Peak Shaving bereithalten“.
Energie-Use-Cases sollen innerhalb sicherer Betriebsgrenzen arbeiten und Produktionsprozesse nicht unnötig beeinträchtigen.Beispiel: Ein Werk nutzt gleichzeitig Peak Shaving und Solarstrom-Eigenverbrauch, indem der Speicher mittags Überschüsse aufnimmt und morgens Lastspitzen abfedert.
Bezug zu verwandten Themen
- Peak Shaving: typischer Use Case zur Reduktion von Leistungsspitzen.
- PV-Eigenverbrauch: Use Case zur besseren Nutzung von lokal erzeugtem Solarstrom.
- Batteriespeicher: zentrale Flexibilitätsressource, die viele Use Cases einsetzen.
- Arbitrage: Use Case, der Preisschwankungen am Markt nutzt.KI-Controller (Künstliche-Intelligenz-Controller): technische Komponente, die Use Cases automatisiert ausführt und koordiniert.