Arbitrage
Definition & Kontext
Arbitrage im Strommarkt bedeutet, Preisdifferenzen zwischen Zeitpunkten oder Märkten zu nutzen: Strom wird bei niedrigen Preisen gekauft (oder aus eigener Erzeugung „zurückgehalten“) und später bei höheren Preisen verkauft.
Bei physischer Arbitrage wird Energie tatsächlich gespeichert – zum Beispiel in einem Batteriespeicher oder Pumpspeicher – und später wieder abgegeben. Ob sich das lohnt, hängt nicht nur vom Preisunterschied ab, sondern auch von Speicherverlusten, Gebühren und technischen Grenzen.
Neben der physischen Variante gibt es finanzielle Absicherung über Verträge (z. B. Terminprodukte). Das ist aber keine „Speicherung“, sondern verschiebt vor allem Preisrisiken.
Beispiel: Ein Batteriespeicher lädt mittags bei sehr niedrigen Preisen und verkauft abends, wenn die Preise höher sind.
Bezug zu verwandten Themen
- Batteriespeicher: ermöglicht physische Arbitrage durch Laden/Entladen.
- Spotmarkt / EPEX Spot: dort wird kurzfristig gekauft/verkauft.
- Flexibilität: Arbitrage ist eine Form, Flexibilität wirtschaftlich zu nutzen.
- Peak Shaving: ähnliche Technik, aber anderes Ziel (Leistungsspitzen/Netzentgelte).
- Dispatch & Redispatch 2.0: kann Marktsituationen und Preissignale beeinflussen, die Arbitrage-Chancen schaffen oder begrenzen können.