Lastprofil: Grundlast und Spitzenlast
Definition & Kontext
Grundlast bezeichnet die über längere Zeit relativ konstante Mindestleistung, die ein Betrieb dauerhaft benötigt. Spitzenlast sind dagegen zeitlich begrenzte Lastspitzen, in denen der Stromverbrauch deutlich höher ist.Im Stromhandel werden die Begriffe oft als standardisierte Produkte genutzt: „Base“ (Grundlastprodukt) steht für eine konstante Lieferung über einen definierten Zeitraum. „Peak“ (Spitzenlastprodukt) steht typischerweise für Werktage tagsüber (häufig Montag bis Freitag, etwa 08:00 bis 20:00 Uhr; genaue Definition je nach Produkt).
Die Unterscheidung ist wichtig, weil Preise, Netzentgelte und Risiken je nach Lastprofil unterschiedlich sind. Maßnahmen wie Lastmanagement oder Batteriespeicher wirken besonders auf Spitzenlast, weil sie Lastspitzen senken oder verschieben können.Das Lastprofil zeigt, wo Flexibilität wirtschaftlich wirkt (Spitzen kappen, Täler füllen) und ist damit Ausgangspunkt für Flexibilisierung und Kostenoptimierung.
Beispiel: Ein Betrieb hat 2 Megawatt Grundlast, erreicht aber an einzelnen Tagen 5 Megawatt Spitzenlast.
Bezug zu verwandten Themen
- Terminmarkt: Base-/Peak-Produkte sind typische Standardkontrakte zur Absicherung.
- Hedging: Absicherung unterscheidet oft Base- und Peak-Anteile im Lastprofil.
- Day-Ahead-Handel: Spotpreise zeigen, wie sich Base- und Peak-Stunden preislich unterscheiden.
- Batteriespeicher: können Spitzenlast abdecken und Lastprofile glätten.
- Peak Shaving: zielt auf die Reduktion von Lastspitzen und kann dadurch Kosten (Netzengelte) senken.