Dezentrale Energieressourcen (DER)
Definition & Kontext
Dezentrale Energieressourcen sind Anlagen und Einheiten, die nah am Verbrauch im Verteilnetz stehen und Energie erzeugen, speichern oder flexibel nutzen. Der Fachbegriff dafür ist Distributed Energy Resources (DER).
Zu DER zählen zum Beispiel Photovoltaikanlagen, kleinere Windanlagen, Blockheizkraftwerke, Batteriespeicher, Wärmepumpen oder steuerbare Lasten. Wichtig: DER sind nicht nur „Erzeuger“. Auch Speicher und flexible Verbraucher gehören dazu, weil sie das Stromsystem ausgleichen und entlasten können.
DER erhöhen die Flexibilität im Energiesystem. Sie können einzeln betrieben oder gebündelt werden (Aggregation), damit sie gemeinsam am Strommarkt oder an Systemdienstleistungen teilnehmen können.
Beispiel: Mehrere Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher werden gemeinsam gesteuert und als Paket vermarktet.
Bezug zu verwandten Themen
- Prosumer: Prosumer nutzen oft eigene DER (z. B. Photovoltaik + Speicher).
- Microgrid: Microgrids bestehen typischerweise aus mehreren DER, die lokal koordiniert werden.
- Direktvermarktung: Größere DER können Strom aktiv am Markt verkaufen.
- Batteriespeicher: Häufige DER-Komponente, um Erzeugung und Verbrauch zeitlich zu entkoppeln.