Arbitrage
Arbitrage im Strommarkt bezeichnet die gezielte Ausnutzung von Preisschwankungen, indem Strom zu Zeiten niedriger Preise eingekauft, zwischengespeichert und zu Zeiten höherer Preise wieder verkauft wird.
Arbitrage im Strommarkt bezeichnet die gezielte Ausnutzung von Preisschwankungen, indem Strom zu Zeiten niedriger Preise eingekauft, zwischengespeichert und zu Zeiten höherer Preise wieder verkauft wird. Der Einkauf erfolgt typischerweise am Spotmarkt oder Intraday-Markt, etwa in Phasen mit hohem Angebot – wie an sonnigen Sommertagen mit hoher PV-Einspeisung.
Der Strom wird anschließend entweder physisch (z. B. in Batteriespeichern oder Pumpspeicherkraftwerken) oder virtuell (z. B. durch finanzielle Produkte wie CfDs oder Bilanzkreisoptimierung) zwischengespeichert.
Steigen die Preise später – häufig in den Morgen- oder Abendstunden mit hoher Nachfrage und geringerer Einspeisung – kann der gespeicherte Strom wieder verkauft oder bilanziell entladen werden. Der wirtschaftliche Vorteil entsteht aus der Preisdifferenz zwischen niedrigen und hohen Zeitpunkten.
Bezug zu verwandten Themen
- Batteriespeicher: ermöglichen physische Arbitrage und reagieren flexibel auf kurzfristige Preissignale.
- Flexibilität: Arbitrage ist eine Form der Flexibilitätsnutzung zur Glättung von Nachfrage- und Angebotsspitzen.
- Intraday-Handel / Spotmarkt: Märkte, auf denen Arbitrage operativ realisiert wird.
- Peak Shaving: nutzt ähnliche Mechaniken, aber zur Reduktion von Leistungsspitzen und Netzentgelten.
- Redispatch 2.0: beeinflusst Marktsituationen und Preissignale, die Arbitrage-Chancen schaffen oder begrenzen können.