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Peak Shaving

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tl;dr

Peak Shaving ist die gezielte Reduktion der Jahreshöchstlast am Netzanschlusspunkt. Es dient primär dazu, den Leistungspreis der Netzentgelte zu senken und ist oft die wirtschaftliche Basis („Anchor-Use-Case“) für industrielle Speicherprojekte.

Beim Peak Shaving wird der Strombezug aus dem öffentlichen Netz gedeckelt, sobald ein definierter Schwellenwert erreicht wird. Die benötigte Energie oberhalb dieses Deckels kommt dann aus einem Batteriespeicher oder durch das kurzzeitige Herunterfahren unkritischer Lasten.Peak Shaving eine Form der Versicherung gegen Netzkosten-Explosionen. Da die Netzentgelte 2026 einen massiven Teil der Stromrechnung ausmachen, kann eine einzige unkontrollierte Lastspitze von 15 Minuten die Kosten für das gesamte Jahr nach oben treiben.Man kann zwischen einfachem und fortgeschrittenem Peak Shaving (, wie von neustrom – powered by Frequenz entwickelt) unterscheiden. „Einfach“ reagiert meist erst dann, wenn die Spitze bereits entsteht (z. B. Speicher schnell entladen). „Fortgeschrittenes“ bzw. prognosebasiertes Peak Shaving versucht Spitzen vorherzusehen und den Speicher vorausschauend so einzusetzen, dass möglichst wenige Zyklen nötig sind und der Speicher geschont wird. Strategische Einordnung im Multi-Use: Peak Shaving steht im Value Stack meist an erster Stelle, da die Opportunitätskosten (Verlust des Netzentgelt-Rabattes) extrem hoch sind. Moderne Systeme betreiben heute Advanced Peak Shaving: Sie nutzen prädiktive Algorithmen, um Spitzen vorherzusagen. Dadurch wird der Speicher nur dann beansprucht, wenn es wirklich nötig ist, was Kapazität für andere Erlösströme (wie Arbitrage) freihält und die Lebensdauer der Batteriezellen verlängert.Beispiel: Ein Werk hat eine Lastgrenze von 2.000 kW definiert. Um 10:00 Uhr droht die Last auf 2.500 kW zu steigen. Der Speicher springt ein und liefert die fehlenden 500 kW, sodass der Netzbezug exakt bei 2.000 kW verbleibt.