Demand Response / Lastflexibilität
tl;dr
Demand Response bzw. Lastflexibilität beschreibt die gezielte Anpassung von Stromverbrauch (Verschieben, Reduzieren, Modulieren), um auf Preise oder Netzsignale zu reagieren – ohne die Produktion oder Qualität dauerhaft zu schädigen.
Demand Response (DR) / Lastflexibilität ist die Fähigkeit und Praxis, Stromverbrauch auf der Nachfrageseite gezielt zu verändern, wenn sich Preise, Netz- oder Systembedingungen ändern. Typische Maßnahmen sind:
- Verschieben von Verbrauch in andere Stunden,
- Reduzieren von Lasten für begrenzte Zeit,
- Modulieren von Leistungen innerhalb definierter Grenzen.
Kernprinzip: Lastflexibilität darf die Produktion, Qualität und Lieferfähigkeit nicht strukturell gefährden.
DR kann marktgetrieben oder tarif-/signalgetrieben sein.
Beispiel: Ein Werk verschiebt Kühl- und Pumpvorgänge in Stunden mit niedrigen Preisen.
Bezug zu verwandten Themen:
- Lastmanagement: DR ist der markt- und systemorientierte Rahmen.
- Lastverschiebung: zentrale Maßnahme der Lastflexibilität.
- Peak Shaving: nutzt Lastflexibilität, um Leistungsspitzen zu kappen.
- Regelleistung: flexible Lasten können Systemdienstleistungen bereitstellen.
- Energiemanagementsystem (EMS): EMS und KI-Controller setzen DR-Regeln operativ um.