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CO₂-Kosten

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tl;dr

CO₂-Kosten sind Kosten, die durch einen CO₂-Preis entstehen, entweder direkt über Emissionen oder indirekt über strompreiswirksame Effekte.

CO₂-Kosten entstehen, wenn CO₂-Emissionen einen Preis haben. Für Unternehmen gibt es zwei typische Arten von CO₂-Kosten:

  1. Direkte CO₂-Kosten: Ein Betrieb verursacht Emissionen, die bepreist werden. Dann hängt die CO₂-Kostenhöhe im Kern davon ab, wie viel CO₂ entsteht und wie hoch der CO₂-Preis ist. Diese Kosten sind für viele CFOs relevant, weil sie die Stückkosten und die Budgetplanung beeinflussen.
  2. Indirekte CO₂-Kosten über Strompreise: Auch ohne eigene Emissionen können CO₂-Preise wirken. Wenn fossile Kraftwerke CO₂-Kosten tragen, steigen deren Erzeugungskosten. In Stunden, in denen diese Kraftwerke den Strompreis bestimmen, kann der CO₂-Preis den Marktpreis erhöhen. Dadurch werden CO₂-Kosten für Stromverbraucher teilweise zu einem Teil des Strompreisrisikos.

Die Reduktion von CO₂-Kosten ist deshalb ein wichtiger Treiber für Elektrifizierung, Effizienzmaßnahmen und Beschaffungsstrategien. Flexibilität ermöglicht, Verbrauch zeitlich so zu steuern, dass CO₂-intensive Stunden gemieden und Elektrifizierungsstrategien kostenrobuster werden (direkt oder indirekt über Strompreise).

Beispiel: Ein Werk reduziert seine CO₂-Kosten, indem es Prozesswärme mit Power-to-heat schrittweise elektrifiziert und Strom gezielt in günstigen Stunden bezieht.

Bezug zu verwandten Themen:

  • EU-Emissionshandel (EU ETS): zentraler Mechanismus, der CO₂-Kosten direkt auslöst.
  • Risikomanagement: CO₂-Preise erhöhen Kostenunsicherheit und sollten in Limits und Budgetlogik berücksichtigt werden.
  • Hedging: Absicherung kann sich auch auf CO₂-getriebene Preisbestandteile im Strompreis auswirken.
  • Merit Order (Strompreise): erklärt, wann CO₂-Kosten den Strompreis besonders stark beeinflussen.
  • Power-to-X: kann CO₂-Kosten senken, wenn fossile Energieträger ersetzt werden.